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Geschichte des Sondersignals in (West) Deutschland
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Traditionell benutzten die Feuerwehren bei Alarmfahrten die von Hand zu läutende Glocke.
Anhang 4871 Mittels Kurbelbetrieb wurde Versucht, die Glocke zu mechanisieren. Anhang 4872 Mit Zunahme des Verkehrs in den 1930er Jahren und der Tendenz, Autos mit geschlossener statt offener Karosserie zu bauen, wurde die Warnwirkung der Glocke mehr und mehr als unzureichend empfunden Die Firma Siemens & Halske verbesserte die Alarmglocke (Stösselglocke) und produzierte bis in die 50er Jahre ein elektromechanisches Geläute, den Motorkugelwecker. Anhang 4873 In den 50er Jahren gab es in den Grosstädten Klagen darüber, dass die Glocke der Strassenbahn der der Feuerwehr zum Verwechseln ähnlich war, was die Warnwirkung einschränkte. Zudem entsprach das Geklingel in Tonhöhe "h"auch nicht dem Wortlaut der STVO vom 29.3.1956, in der es in § 55 (4) heisst "...eine Warnvorrichtung mit einer Folge verschieden hoher Töne muss an Fahrzeugen angebracht werden..." Der Motorkugelwecker war ab diesem Datum für Neufahrzeuge nicht mehr zulässig, wurde aber an vorhandenen Fahrzeugen belassen und auch weiterhin noch einige Jahre benutzt. Als Exoten unter den Signalen gab es: Anhang 4874 Da direkt nach dem 2. Weltkrieg die einzigen beiden Hersteller von Sondersignalen, die Firmen Max B. Martin und Siemens & Halske (Motorkugelwecker) in der Sowjetischen Besatzungszone lagen und somit als Lieferant (vorerst) ausfielen, bot es sich, insbesondere in der amerikanischen Besatzungszone an, amerikanische Sirenen mit Wail-Signal zu verwenden. Im südwestdeutschen Esslingen/Waghäusel stellte die Firma Elektror elektromechnische Wail-Sirenen her, welche von deutschen Feuerwehren bis gegen Ende der 50er-Jahre verwendet wurden. Anhang 4875 Anhang 4876 Bereits vor dem 2. Weltkrieg fanden diese Sirenen in Deutschland keine Anklang. Nun empfand man den Ton als "nervensägendes Geheul" und fühlte sich dadurch auch an die Luftschutzsirenen des WK II erinnert Negativ war auch der extrem hohe Stromverbrauch, der bei längeren Alarmfahrten rasch die Batteriekapazität überstieg. Sirenen betrachtete man bereits 1957 als "Notlösung der Nachkriegsjahre". Anhang 4877 Im Mai 1954 war im Neuentwurf DIN 14610 für Akustische Signalgeräte neben einem "Mehrklangsignalgeber bisheriger Tonfolge" noch die Sirene vorgesehen. Im Hinblick auf die Ergebnisse von Hamburger Signalversuchen 1954/1955 wurde sie fallen gelassen. In der STZVO vom 29.3.1956 stand unter § 55 (4) explizit: "Sirenen dürfen an Fahrzeugen nicht angebracht sein". Anfangs der 30er Jahre entwickelte die Firma Max B. Martin ein elektropneumatisches Signalhorn DIN 14610 (Tremolo-Fanfare), das Martinhorn, welches entweder vom Hornist via Atemluft, Anhang 4878 oder auch mechanisch mittels "Handpumpe" zu betreiben war. Anhang 4879 Anhang 4880 Es wurde im Verlauf elektropneumatisch ausgeführt: Anhang 4881 Martinhorn 2097: Anhang 4882 Das Martinhorn in der urspünglichen Ausführung war nicht wie heute mit Membranen, sondern mit sogenannten Zungenstimmen versehen, die zu einigen Nachteilen führten. Anhang 4883 Anhang 4884 Anhang 4902 Anhang 4885 Anhang 4886 Die Feuerwehr Hamburg hat sich im Jahr 1955 Drucklufthörner mit Membranen, statt Zungenstimmen bauen lassen. Es ist nicht bekannt, von wem. Anhang 4887 Anhang 4888 Man kann spekulieren, ob es sich dabei um die Firma Max B. Martin handelte, denn diese stellte in der Produktion des Martinhorn auf Membranen um, so dass die Schalltrichter nicht mehr nach Unten oder verdeckt einzubauen waren und zusätzlich mit Fliegengittern gesichert werden konnten. Der deutsche Fahrzeugzulieferer SWF (Spezial Werkzeugfabrik Feuerbach) hatte ebenfalls ein Kompressorhorn im Programm SWF Horn mit Membranen: Anhang 4889 Auf Grund zunehmender Verkehrsunfälle von Feuerwehrfahrzeugen in den deutschen Grosstädten hat die Hamburger Feuerwehr zusammen mit der Hamburger Polizei und dem Sachverständigen für Akustik,Dipl.-Ing. R. Kraege in den Jahren 1954/1955 umfangreiche Messungen mit verschiedenen Sondersignalen im Strassenverkehr durchgeführt Dabei zeigte sich, dass das erst 1954 entwickelte Bosch Starktonhorn / Aufschlaghorn mit 100 bis 250 m Hörweite eine wesentlich höhere Durchdringungskraft besass als das elektropneumatische Martinhorn mit nur 34 m. Die Hamburger Feuerwehr stellte deshalb sämtliche Alarmfahrzeuge auf das Starktonhorn um. Später wurde bewusst, dass das Martinhorn durch die fächerartige, breite Schallausbreitung gerade für Alarmfahrten innerhalb der Stadt ideal ist, wogegen das Starktonhorn durch seine extreme Schallbündelung besser für den Einsatz auf Landtrassen und Autobahnen geeignet ist. Idealerweise wurden deshalb vor Einführung der elektronischen Sondersignalanlagen beide Typen am Einsatzfahrzeug verbaut. Anhang 4890 Anhang 4891 Anhang 4892 Die klassische Wechselklang-Tonfolge nach Din 14610 (Martinhorn) war bis 1957 folgende Tonfolge In den Hamburger Versuchen wurde herausgefunden dass diese Tonfolge nur im Nahbereich gut zu erkennen war. In weiterer Entfernung waren die kurzen Töne nicht gut zu hören. Auf Grund dieser Erkenntnisse wurde in den 60er-Jahren die Tonfolge in die noch heute Gültige geändert. Anhang 4893 Anhang 4894 Anhang 4895 Quellenangabe: VFDB-Zeitschrift Forschung und Technik im Brandschutz Heft 4 1957 Oberbrandrat Dipl.-Ing. H.Brunswig VDI Hamburg |
Kapo, wenn Du schon so geile alte Fahrzeugbilder hast, suche mir doch mal ein Bild von einer RTK-3SLX.
Ich kenne bisher nur das Bild der Militärpolizei aus Berlin und das NEF aus Rotenburg/Wümme. Aber irgendwo müssen die Dinger doch gelaufen sein oder getestet worden sein. Von allem gibt es so viele Bilder, nur hiervon scheinbar nicht. |
Auf jeden Fall sehr interessant[14]
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Tja Axel.
Ich kenne auch nur die von Dir erwähnten Bilder. Ich war einmal im Leben auf der IAA in Frankfurt, das war 1988 - da hatte Hella leider auch keine RTK 3 SLX am Stand. Scheint ja rarer als ein Auer EBL zu sein... Kann denn nicht Dein Bekannter auf Behördenebene beim Chef des für die auf folgendem Bild zu sehenden Fahrzeuge zuständigen Departements anfragen, wo das gute Stück verblieben ist, oder ob Beamte private Bilder davon haben ? |
Die Frage ist: War das echt oder Fotomontage für den Katalog?
Dieses Bild habe ich nämlich auch. |
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Quelle: Hessische Polizeirundschau 1986
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Zitat:
Das ist ja geil, also hatte Hessen doch die Anlagen..... Gibt es dazu noch mehr Infos? |
Kann man den Beitrag im Hessenfernsehen online anschauen ?
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Zitat:
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Als kleinen Nachtrag mal zwei aktuellere Bilder von einer Elektror-Sirene und einer noch handbetätigten Alarmglocke:
Elektror-Sirene Alarmglocke Irgendwo müsste aber auch noch ein Bild von einem solchen Kugelwecker rumfliegen... |
omg! Die Kennscheinwerfer sind ja umfunktionierte Eisemann KEB 130 Handscheinwerfer!:) Einfallsreich muss man sein, wenns das Original nicht mehr gibt.;)
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Also auf den alten Bildern der DL bei der BF Kaiserslautern sahen die Scheinwerfer genau so aus, also glaube ich mal das es noch die Originalen sind.
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Nein. Definitiv nicht. Da sind ja sogar noch die Halter für die Vorsteckscheiben und der Schalter dran. Ausserdem waren die Originalen auf einem Zapfen, ähnlich der heutigen Aufsteckrohre für RKL, befestigt.:)
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Zitat:
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Also ich meine schon einmal ein altes Bild dieser DLK mit vergitterten Scheinwerfern gesehen zu haben...
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Also m.W. hatte die DL nur diese unvergitterten Scheinwerfer die man auch auf den Bild einigermaßen erkennen kann.
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Der Hendrik hat Recht.
Ein originaler blauer Kennscheinwerfer hat keinen Lichtschalter und würde so aussehen: |
Sag ich doch!:D
Haben die Kennscheinwerfer in dem Rohr genauso einen Kontakt, wie die RKL der Bauform A? |
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Nein. Der Kontakt wurde erst viel später erfunden.
Wie die "Eule" , hat auch der Kennscheinwerfer keinen Kontakt |
Hab ich es mir doch gedacht.:)
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